Maritime Literatur

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Gorch Fock

Auf Helgoland


Drei Skalden waren mit ihren Drachenschiffen angekommen, hoch aus dem Norden, von Drontheims Fjorden. Ihre Harfen klangen in der Königshalle.
Aber es erging ihnen wunderlich.
Der erste wollte von der blauen See singen und sagen: aber als er Schön-Helgas blauen Augen sah, die so viel blauer waren, vergaß er der See und sang von ihren Augen.
Der zweite wollte von der goldenen Sonne singen und sagen: als er aber Schön-Helgas helles Haar sah, das so viel heller leuchtete, vergaß er der Sonne und sang von ihrem Haar.
Der dritte wollte von den weißen Möwen singen und sagen: aber als er Schön-Helgas weiße Hände sah, die soviel weißer waren, vergaß er der Möwen und sang von ihren Händen.
Als die Töne verklungen waren, ward es still ringsrum, wie im tiefen Wald um Mittag.
Da legte die Königin die Hände auf den jungen Scheitel und fragte leise und versonnen: "Dein Haar ist weich und lockig. Ist es blond, und ist dein Auge blau?"
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"Ja, Ahne."
"Blond und blau,... so war auch ich, ... als ich die Sonne noch sehen konnte."
"Du siehst sie wieder und strahlender als je."
"Das ist mein Glaube."
Da reichte die blinde, gute Frau den Sängern die Hände und dankte ihnen.
Und vom Strand herauf drang das Lachen der spielenden Wellen. Blauer Heben und blaue See, so weit das Auge trug. Mitten darin sonnte sich der riesige, hohe Felsen mit dem grünen Scheitel und dem weißen Fuß. Kein Schiff und kein Segel, kein Mast und keine Rahe gaben sich an. Eine kleine Kühlung aus Osten kräuselte das Wasser und ließ den Sonnenschein in tausend blitzende Sternlein zerrinnen.

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