Maritime Literatur

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Willkommen bei MaritimeLiteratur.de

Wir möchten Ihnen auf diesen Seiten kleinere Schätze der maritimen Literatur anbieten, die wir an anderer Stelle Im Web nicht finden konnten. Schmökern Sie sich durch diese verschollenen Perlen der Abenteuer- und Seefahrtsliteratur.

Viel Spaß dabei!

Frederick Marryat

aus 'Seekadett Easy'

[...] "Wir haben keine Milch, Mister Easy. Ihr vergeßt, daß wir auf blauem Wasser schwimmen", entgegnete der Steuermannsmaat.
"Und ich fürchte, daß Ihr bis Mittag werdet warten müssen."
"Will was sagen, Massa Jolliffe", sagte Mesty, "wenn der junge Gentleman 'n bißchen aus dem Kessel wollte, den ich eben zu Feuer hab - so'n Süppchen mit einigen Nüssen un etwas Pfeffer dran - 's könnt ihm guttun."
"Vielleicht das Beste, was jetzt aufzutreiben ist, Mesty, schaff ran!" [...]

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Gorch Fock

aus 'Die Blankeneserin'

[...] Junge - wie die Lühnen eifrig piepten, als Gesa in der Tür stand und Harm unter den Linden auf der einfachen Holzbank saß.
Er ließ sich die Sonne auf den Kopf scheinen und hatte die Hände ineinandergelegt.
Es war einfach nicht zu glauben, daß dieser treuherzige Junggast so wild und dreist auf See sein sollte, dachte Gesa und betrachtete ihn wohlgefällig.
"Weest du wat, Diern?
"Na...?"
"Wie seilt mol no Finkwarder röber.
Mien Moder hett scheunen, seuten Kaffee. [...]

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Gorch Fock

aus 'Der Reeder'

[...] Segel konnte es nicht mehr führen, so furchtbar raste der Sturm; so mußte es vor Topp und Takel lenzen.
Der Fockmast war niedergebrochen. Wild wie russische Wölfe stürzten die Seen sich auf das wehrlose Schiff, das schwer arbeitete in der riesenhaften Dünung vor Kap Horn, und der Sturm ging die Sache an, als wollte er einem das Herz aus dem Leibe wehen. Urplötzlich aber zog eine dichte Hagelflagge herauf und umschlang das Schiff und die See wie ein Leichentuch, daß nichts mehr von ihnen zu sehen war. [...]

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Joseph Conrad

aus 'Taifun'

[...] Sobald aber die Heftigkeit der Bewegung etwas nachgelassen hatte, sagte er: "Das ist des Guten etwas zu viel.
Ob irgendetwas kommt oder nicht, jedenfalls sollte das Schiff gegen die Dünung gebracht werden.
Der Alte ist eben hineingegangen.
Hol mich der Henker, wenn ich nicht mit ihm rede!"
Als Jukes aber die Tür des Kartenhauses öffnete, erblickte er seinen Kapitän in einem Buch lesend.
Kapitän Mac Whirr hatte sich nicht hingelegt; er stand aufrecht und hielt sich mit der einen Hand an der Ecke des Büchergestells fest, während er sich mit der andern einen dicken Band offen vors Gesicht hielt. [...]

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